29. Oktober 2026

CircEdu Final Event zu Kreislaufwirtschaftsbildung an Schulen

Vom 22.10.-23.10.2026 präsentierte unser Konsortium die Ergebnisse des CircEdu-Projekts bei der Abschlussveranstaltung, die von unserem Partner, der Hochschule für Verkehrswesen „Todor Kableshkov“ in Sofia, Bulgarien, ausgerichtet wurde.

Wir hatten eine sehr erfolgreiche Veranstaltung mit über 80 Gästen, einer interessanten Keynote, Einblicken und Best-Practices der Partner sowie einem fruchtbaren Austausch mit Gästen und Partnern über zirkuläre Bildung an europäischen Schulen – sowohl im Rahmen dieses Projekts als auch mit Blick auf die Zukunft! Darüber hinaus kamen wir als Partner zusammen, um das Projekt auszuwerten und an der Weiterführung unserer Arbeit und Ideen zu arbeiten.

In Zeiten der sozial-ökologischen Polykrise – Klimawandel, Verlust der Artenvielfalt, zunehmender Faschismus, Kriege usw. – ist gute Bildung zentral, die Schüler*innen befähigt, aktive Akteur*innen des Wandels in ihren Schulen und Gemeinschaften zu werden. Um diese umzusetzen, braucht es gestärkte Netzwerke, gute Unterrichtsmaterialien und institutionelle Unterstützung für Lehrkräfte und Schulen.

Deshalb haben wir im Rahmen des Projekts über zwei Jahre hinweg mit 4 Partnerschulen aus Griechenland, Türkei, Polen und Deutschland, der bulgarischen Universität und portugiesischen Expert*innen für digitale Bildung und KI daran gearbeitet, die Art und Weise, wie wir lehren und lernen, zu verändern, indem wir die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft an weiterführende Schulen bringen. Wir haben eine Bildungslandschaft konzipiert und umgesetzt, die den ethischen und nachhaltigen Einsatz digitaler und KI-Tools einbezieht, und eine Community of Practice sowie starke europäische Netzwerke aufgebaut.

Im Gegensatz zur linearen Wirtschaft, die Ressourcen verbraucht und Abfall produziert, und zur Recyclingwirtschaft, die sich auf die Wiederverwendung konzentriert, zielt die Kreislaufwirtschaft darauf ab, Produkte und Materialien im Kreislauf zu halten und Energieverluste zu minimieren.

Über dieses Grundverständnis hinaus, gibt es viele Definitionen der Kreislaufwirtschaft. Beispielsweise geht das Konzept einer Kreislaufgesellschaft noch einen Schritt weiter, da es sich noch stärker auf systemische Veränderungen konzentriert statt hauptsächlich auf die Stoffkreisläufe. Dazu gehören Ziele wie die Neudefinition von Fortschritt und die Förderung von Kreislaufkompetenz, die wir mit diesem Projekt anstreben.

Wir haben erfolgreich

  • eine Studie in allen Partnerländern zum Stand der Kreislaufwirtschaftsbildung an Sekundarschulen durchgeführt,
  • eine Karte mit Kreislaufwirtschaftsinitiativen in ganz Europa erstellt,
  • über 120 Lehrkräfte im CircEdu-Capacity Building Programm geschult,
  • hochwertige Unterrichtsmaterialien für das CircEdu Knowledge Hub erstellt und kuratiert,
  • mit über 200 Schüler*innen die CircEdu Challenges umgesetzt,
  • eine internationale Community of Practice sowie Partnerschaften zwischen Schulen, Hochschulen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen aufgebaut,
  • und arbeiten derzeit an 5 nationalen und 1 politischer Empfehlung auf EU-Ebene, um die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft weiter in Schulbildungssysteme zu integrieren.

Wir haben schon viele Ideen, den Geist und die Ergebnisse des Projektes weiterzuführen und freuen uns auf das, was kommt!

Weitere Infos und alle Bildungsmaterialien sind auf unserer Projektwebsite zu finden: https://circedu.eu/