Anne Kraft

Anne Kraft

Themen rein disziplinär zu betrachten, war mir stets zu wenig. Mein Studium, erst das der Wirtschaftskommunikation und später des Global Change Management, haben mir stets die wichtige Rolle von Perspektiv-Vermittlern, Wissens-„Übersetzern“ und Kommunikations-Managern vor Augen geführt. Fast zufällig erfuhr ich 2015 über die Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde vom KMGNE und der internationelen Sommeruniversität „Future City.“ Im KMGNE wird der Nachhaltigkeitsgedanke nicht nur mit dem Themenfeld der Kommunikation verbunden, sondern auch aktiv der notwendige Wandel angepackt. In der Sommeruniversität traf ich viele Menschen aus aller Welt, die sich nicht nur theoretisch mit einer nachhaltigen wünschenswerten Zukunft auseinandersetzen, sondern bereits in zahlreichen lokalen Projekten aktiv sind.
Mir wurde immer mehr klar, dass Nachhaltigkeit weder über Nacht erreicht werden kann, noch dass sie von der Regierung verordnet werden wird und sollte. Sie muss also „von unten“ beginnen, in vielen kleinen Initiativen, welche zusammen Breitenwirkung entfalten. Als Individuum den Müll zu trennen ist zwar wichtig, aber reicht nicht. Ein wesentlicher Punkt bei der Gestaltung einer nachhaltigen und sozial wünschbaren Zukunft ist dabei die Kollaboration. Wissenschaft, Bürger, Wirtschaft und Politik müssen an einen Tisch, brauchen aber auch den internationalen Austausch.
Durch mein Praktikum im KMGNE und meine Masterarbeit habe ich mich immer mehr mit dem transdisziplinären Ansatz des Reallabors, besonders im Fokus auf Städte, beschäftigt. Aktuell arbeite ich im KMGNE an Fragen der Wissen(schaft-)skommunikation in und von Reallaboren und der Integration von Citizen Science in verschiedene Kontexte: Wie lässt sich „soziale robustes Wissen“ qualifizieren? Sind Narrationen geeignet, um ein gemeinsames Verständnis für gewünschte Transformationen zu erreichen und gemeinsame Zielvisionen zu formulieren? Welche Kompetenzen und Methoden sind notwendig, um Reallabore zu ko-designen und Wissen zu ko-produzieren? Wie kann Transformation initiiert und verstetigt werden z.B. durch eine Bürgeruniversität?

Arbeitsfelder: Kommunikation, Reallabore, Citizen Science

Kontakt:

E-Mail: akraft@kmgne.de

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