Impact-Journalismus und zielgenaues Storytelling für gesellschaftlichen Wandel

Das Projekt „Impact-Journalismus und zielgenaues Storytelling für gesellschaftlichen Wandel“ entwirft robuste Perspektiven für Impact-Journalismus, überprüft deren Praxistauglichkeit und evaluiert die Ergebnisse in einem Symposium.

Üblicherweise endet Journalismus nach Belieferung der Medien mit Text-, Bild- und Interviewmaterial; nötig wäre aber eine weitere Stufe journalistischer Kuratierung: die zielgenaue Verbreitung dieser Inhalte an die Stellen, Instanzen, Multiplikatoren, Schlüsselakteure, EntscheidungsträgerInnen und andere engagierte und Weichen stellende ProtagonistInnen, wo genau dieses Material als relevant wahrgenommen wird und im Idealfall auch eine Umsetzung, eine Wirkung entfaltet. Ein Journalismus, der eine solche Wirkung (Impact) im Blick hat und durch besonders geeignete mediale Verbreitungskanäle auch erreichen kann, wird von uns als „Impact-Journalismus“ bezeichnet. Es ist auch ein transformierender Journalismus, der transformationsbezogene Informationen durch neue Formen der Proliferation als Initial zur praktischen Veränderung einsetzt, eine Art journalistisch-partizipativ gespeistes Reallabor.
Damit scheint transformierender Journalismus nicht nur neue Funktionen zu übernehmen (wirkungsmächtige Intervention zugunsten von Handeln). Er erschließt zwangsläufig neue Kommunikationsformen, die über reine Informationen hinausgehen und Grundannahmen (Weltsicht) und Grundhaltungen thematisieren. Er führt zu neuen Organisationsformen, Partnerschaften und Formen der Professionalisierung.

Auf der Basis von Interviews mit Vertretern unterschiedlicher neuer Ansätze wird zunächst eine Studie „Ansätze und Optionen für gelingenden Impact-Journalismus“ erarbeitet. Daraus wird eine 12-Punkte-Liste und ein zweiseitiges Inputpapier entwickelt. Diese Papiere werden im Rahmen eines Symposiums diskutiert und evaluiert. Das Symposium ist für den 10. Dezember 2018 (alternativ: 14. Januar 2019) im UBA Berlin geplant. Die abschließende Studie in einem Umfang von ca. 20 Seiten soll bis Ende Januar 2019 fertiggestellt werden.

Laufzeit: 10/2018 – 01/ Januar 2019

Kooperationspartner:

Manfred Ronzheimer, freier Wissenschaftsjournalist in Berlin

Anke Oxenfarth, stellvertretende Chefredakteurin und Redaktionsleiterin der Zeitschrift „Politische Ökologie“ des Oekom Verlags

gefördert durch:

Umweltbundesamt
Projektnummer 110632

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